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Mit dem Wohnmobil zum Wintercampen10.12.2018

Nützliche Tipps für einen gelungenen Urlaub
Früh am Morgen den Sonnenaufgang über schneeglitzernden Alpengipfeln erleben, bei himmlischer Ruhe durch frostige Natur wandern oder einfach in Decken gehüllt bei einem Glühwein den Tag ausklingen lassen – Urlaub mit dem Wohnmobil bietet zur Winterzeit eine Fülle von naturverbundenen Eindrücken und eine besondere, entschleunigende Atmosphäre. Damit Wohnmobilfans die kostbaren freien Tage schon von Beginn an genießen können und keine bösen Überraschungen den Urlaub trüben, hat rent easy Tipps für einen gelungenen Winterurlaub im Wohnmobil zusammengestellt.

Vorbereitung

Für den Winterurlaub nimmt die Planung etwas mehr Zeit in Anspruch, denn nicht alle Routen sind in dieser Jahreszeit für Wohnmobile geeignet und manche Campingplätze geschlossen. Bei den geöffneten sollten sich Urlauber vorab informieren, ob Sanitäranlagen beheizt sind und welche Entsorgungseinrichtungen auch bei Frost genutzt werden können. Einige Plätze bieten Aufenthaltsräume, Trockenkammern für Skikleidung und Saunen. Auch die Ausrüstung des Wohnmobils sollte einem Check unterzogen werden. Glühkerzen, Motor- und Scheibenfrostschutz, Öl und Bremsflüssigkeit, Beleuchtungsanlage, Heizung, Boiler und Gebläse müssen einsatzbereit sein. Achtung bei der Ausweisung: wintertauglich heißt nicht winterfest! Wintertaugliche Wohnmobile eignen sich nicht für Regionen, in denen die Temperaturen lange Zeit unter dem Gefrierpunkt liegen.

Heizung und Gas

Ist es draußen frostig, wird die Heizung zum Herzstück des Urlaubs. Die meisten Wohnmobile laufen mit Propangas, da Butan bei Minusgraden nicht verwendet werden kann. Eine Elf-Liter-Flasche hält etwa drei Tage. Ist kein Gasfüllstandanzeiger in die Bordelektronik integriert, helfen Gaswaage oder Gaschecker, die Vorräte regelmäßig zu prüfen. Komfortabler ist ein Duo-Control, an den zwei Gasflaschen angeschlossen werden können. Ist eine leer, schaltet das Gerät automatisch auf die volle Flasche – so muss nachts niemand die Flaschen in der Kälte wechseln. Gelegentliches Stoßlüften sorgt zudem für ein gesundes, nicht zu feuchtes Raumklima. Zusätzlich kann nasse Kleidung auf vielen Campingplätzen in Trockenräumen aufbewahrt werden.

Wasser

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt müssen die Wasserleitungen im Wohnmobil frostfrei gehalten werden – spezielle Heizbänder helfen beim Enteisen. Beheizte Wassertanks vermeiden zusätzlich Einfrierungen. Nicht jeder Abwassertank ist isoliert und beheizbar. Am besten das Grauwasser direkt in einem Eimer oder einer Wanne auffangen. Eine Zugabe von Frostschutzmittel verhindert hier das Gefrieren des Wassers, ins Waschbecken gegeben schützt es Leitungen.

Strom

In kaltem Zustand liefert die Bordbatterie weniger Strom und der Verbrauch ist im Winter höher, da Lampen, Radio und Fernseher häufiger genutzt werden. So ist es generell hilfreich, wenn das Wohnmobil an den Landstrom angeschlossen werden kann. Auch der Kühlschrank sollte mit externem Strom laufen, um Gas für die Heizung zu sparen. Vor der Reise sollten Urlauber prüfen, ob Bordbatterie und Lichtmaschine voll leistungsfähig und die Stromkabel frostsicher sind.

Vorzelt

Ein Vorzelt ist nicht nur eine praktische Stauraum-Erweiterung, sondern auch eine Klimaschleuse, die den Innenraum vor Kälte schützt. Mit einem Boden oder Teppich ausgelegt, bleibt zudem das Wohnmobil innen sauber. Außerdem kann es als zusätzlicher Kühlschrank für Getränke genutzt oder, mit einer Zusatzheizung ausgestattet, zum gemütlichen zweiten Wohnzimmer umfunktioniert werden. Anfänger unterschätzen jedoch oft die Hürden des Aufbaus. Hilfreiche zusätzliche Hände und ausreichend Zeit helfen Urlaubern, das Entwirren der Zeltstangen-Konstruktion gelassener anzugehen.

Nützliche Helfer

Vereiste Scheiben sind nicht nur Wärmebrücken, eingeschränkte Sicht wird beim Fahren schnell auch gefährlich. Thermohauben oder -folien schützen das Fahrerhaus, warme Arbeitshandschuhe frostige Finger. Praktisch sind Eiskratzer mit Teleskopstange, mit denen alle Winkel großer Wohnmobilscheiben erreicht werden können. Enteisungsspray, Hammer und Zange für den Vorzeltaufbau sowie Handfeger und Schaufel gehören auf die Packliste. Außerdem: Ersatzbirnen für alle Lichtquellen (auch Taschenlampen), Unterlegkeile, Starthilfekabel und Abschleppseil für Notfälle.

Wohlfühl-Helfer

Ist der Urlaubsort erreicht, das Wohnmobil geparkt und das Vorzelt aufgebaut, zieht Gemütlichkeit in die mobile Unterkunft: mit Sitzkissen und Kuscheldecken, Wärmflaschen und Schaffellen. Draußen sorgen Handschuhe und -wärmer, Mützen, feste Schuhe sowie Thermosflaschen für wohlige Wärme. Erfahrene Camper versammeln sich um den Gasgrill – für standesgemäßes Wintergrillen.
 

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